Im Rahmen der Sektion „Prosa“ des „Estate Teatrale Verona“ zeigt das Teatro Romano das Stück mit Lella Costa in der Hauptrolle unter der Regie von Gabriele Vacis, das die berühmte Tragödie von William Shakespeare in eine zeitgenössische Reflexion über patriarchale Gewalt, Femizid und den manipulativen Gebrauch von Sprache überträgt.
In dem Stück in zwei Akten haben die beiden Künstler diesen Text 24 Jahre nach seiner Uraufführung wieder auf die Bühne gebracht und fanden ihn schmerzlich aktuell, wie Lella Costa selbst beschreibt:
Das passiert bei den großen Autoren, vielleicht vor allem bei Shakespeare: Ihre Texte, ihre Geschichten, ihre Figuren sind buchstäblich unsterblich.
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Das ist es, was uns so begeistert hat, dass wir beschlossen haben, unseren Othello nach 24 Jahren wieder auf die Bühne zu bringen, wobei wir die narrative Substanz (Shakespeare) intakt gelassen haben, aber in jene Teile eingegriffen und sie abgeändert haben, in denen die Aktualität, oder besser gesagt die Zeitgenossenschaft, eine Aktualisierung erforderte….
Wenn wir dann noch eine fesselnde Handlung hinzufügen, deren Zusammenfassung wie eine aktuelle Nachrichtenmeldung wirken könnte (ein hochqualifizierter ausländischer Arbeitnehmer, eine Mischehe, eine kleinliche und äußerst geschickte Manipulation, ein böswilliger und skrupelloser Sprachgebrauch, ein Femizid mit anschließendem Selbstmord des Täters), dann wird uns bewusst, wie sehr wir diese Geschichte weiterhin erzählen und hören müssen.
Genau diese.