Offensichtlich entfernte Themen – Kriege, Wasser, Identität – verweben sich in diesem Jahr in Szenen aus Stroh. Sie entstehen aus einer gesprengten Gegenwart, vermischen sich und fließen von den nächstgelegenen Flüssen – denen wir für den Atlas der Ufer erzählen – zu den planetaren Notfällen, die wir nicht ignorieren können, von den Masken, die wir jeden Tag tragen und die uns in unser kleines Leben einsperren, bis zu dem ozeanischen Gefühl, das uns plötzlich öffnet und uns spüren lässt, dass wir zu etwas Größerem als uns selbst gehören.
Das Wasser wird zum Spiegel der Brüche der Welt, die Schrecken der Konflikte um uns herum hallen in den antiken Tragödien wider, in den Geschichten und Körpern auf der Bühne spiegeln sich Identitäten in Bewegung. So wird das Theater, einmal mehr, zum Raum der Begegnung, der Reflexion, des Teilens. Und die flüssigen Spiegel, die uns gegenübergestellt werden, hinterfragen unsere persönliche und kollektive Verantwortung: das Leben bewahren, den anderen anerkennen, neue Gleichgewichte vorstellen. In uns, unter uns.
Das Festival ist Teil des Kalenders von Rete Eventi, einsehbar auf der Website: www.provincia.padova.it/calendario-eventi-sul-territorio-padovano