Wer sind die Zimbern? Die Zimbern sind Bevölkerungsgruppen germanischen Ursprungs, die sich ab dem 12. Jahrhundert in den Bergen Venetiens niederließen. Bis heute haben sie sichtbare Spuren in der Sprache, in den Traditionen und in der Architektur der Dörfer hinterlassen.
Der Zimbernweg Santa Margherita entstand, um dieses besondere Kulturerbe erlebbar zu machen: eine Route entlang der alten Ausbreitungswege der zimbrischen Gemeinschaften, die Orte verbindet, an denen diese Kultur weiterlebt und an denen die Verehrung der Santa Margherita – einer zentralen Figur der zimbrischen Religiosität – die Jahrhunderte überdauert hat.
Von Giazza, einem Dorf, in dem die zimbrische Sprache bis heute bewahrt wird, führt der Weg durch einige der ursprünglichsten Landschaften der Voralpen Venetiens. Zwischen Wäldern, Weiden, Almhütten und steinernen Weilern schlängelt sich die Route durch die Lessinia, die Kleinen Dolomiten und die Hochebene von Asiago und der Sieben Gemeinden. Dabei folgt sie einem Netz von Wegen, das über Jahrhunderte Gemeinschaften verband, die durch dieselbe Sprache und gemeinsame Traditionen geprägt waren.
Etappe für Etappe begegnet man alten Kirchlein und Bildstöcken, die der heiligen Margareta gewidmet sind. Es sind kleine Sakralbauten, die seit jeher religiöse und soziale Bezugspunkte darstellen. Der Weg führt durch geschichtsträchtige Orte wie Recoaro Terme und Rotzo, erreicht die eindrucksvollen Landschaften des Pasubio-Gebiets, durchquert die Täler des Agno und des Astico und steigt schließlich hinauf auf die Hochebenen bis nach Lusern, der letzten Etappe und einem der wichtigsten Bewahrer der zimbrischen Sprache und Kultur.
Jeder Abschnitt bietet Panoramablicke, historische Zeugnisse und Orte, an denen sich die zimbrische Kultur noch in der Toponymie, in den Traditionen und in der Gastfreundschaft der lokalen Gemeinschaften zeigt.
Länge der Route: 126,1 km
Anzahl der Etappen: 9