Der Radweg, der den Besuchern die Schönheiten der langen venezianischen Küste in Richtung Po-Delta entdecken lässt, führt zunächst durch die Lagune von Venedig, die Fischereibecken, die Mündungen zahlreicher Flüsse und die goldenen Sandstrände und folgt dann dem Lauf des längsten Flusses Italiens bis nach Mantua.
Wählt man Venedig als Ausgangspunkt, radelt man zunächst auf den Inseln, die die venezianische Lagune bis nach Chioggia begrenzen, wo eine typisch venezianische Atmosphäre herrscht. Es gibt keine besonderen Gefahren oder Schwierigkeiten. Am Stadtrand wird die Landschaft von der Landwirtschaft geprägt. Wir befinden uns in der Heimat des roten Radicchio und im Gebiet der berühmten Gemüsegärten von Chioggia. Nach der Überquerung der Brücke über die Etsch betritt man das jüngste Gebiet Italiens: das Po-Delta. Man legt am besten einen Stopp in Rosolina ein - ein Badeort inmitten von Küstenwäldern, umgeben von ausgedehnten Lagunenflächen. Die Via delle Valli ist nämlich die nächste Etappe, eine aufregende Durchquerung inmitten der einzigartigen Atmosphäre des Deltas: Düfte der Lagune, Meeresbrisen und eine außergewöhnliche Vogelvielfalt. In Porto Tolle, einem in seiner Art einzigartigen Badeort, teilt sich die Strecke in zwei Richtungen. In Richtung Süden fährt man an allen Armen des großen Deltas vorbei durch die Provinzen Ferrara und Ravenna, deren Hauptstadt (die Hochburg der Mosaikkunst) die Halbzeit der Reise markiert.
Nach Westen folgt man wieder dem Fluss Po und entdeckt die Provinz Rovigo, besucht Adria, Rovigo, zahlreiche ländliche Ortschaften, das originelle Museum der Karussells und des Volksschauspiels von Bergantino, und schließlich Ostiglia, bis man Mantua erreicht (ein Meisterwerk der italienischen Renaissance).
Beide Routen sind mit Fahrradbeschilderung ausgestattet (in Venetien Wegweiser I3). Einige Etappen sehen die Nutzung des saisonalen Fahrrad-und-Boot-Services vor.