In den frühen Jahren des 19. Jahrhunderts vollzog sich die Tragödie der „Carbonari della Fratta“, der Grund, warum unsere Stadt in allen Heimatgeschichten enthalten ist, als erstes Beispiel für die Unterdrückung der österreichischen Bestrebungen nach Freiheit und nationaler Emanzipation (1818).
Die Voraussetzung für die Aktivierung von Bestrebungen zur nationalen Einheit und Erlösung wurde durch die Anwesenheit von Landsitzen wohlhabender Bürger erleichtert, die Kontakt zu Würdenträgern und Vertretern der lokalen und umliegenden Bürgerschaft hatten, ergänzt durch starke kulturelle Traditionen, die während der napoleonischen Zeit verstärkt wurden.
Zur Erinnerung an das Opfer der Carbonari wurde 1867, als erstes im nach den Österreichern befreiten Veneto nach dem dritten Unabhängigkeitskrieg, ein Denkmal errichtet, das vom veronesischen Bildhauer Grazioso Spazzi stammt.
Die Gemeinde Fratta Polesine fördert seit Jahren ein Projekt zur Wertschätzung des historischen – künstlerischen – kulturellen Erbes und ein Programm zur Förderung des touristischen Besuchs ihres Gebiets.
Im Rahmen dieses Projekts wird seit 2002 eine kulturelle Veranstaltung namens „Le Giornate della Carboneria“ organisiert: die Neubewertung und Wertschätzung eines bedeutenden patriotischen historischen Moments an den Anfängen des Risorgimento, in dem die „Carbonari della Fratta“ 1818 die Protagonisten waren. Bei dieser Gelegenheit wird die Bedeutung ihres Handelns in der nationalen Geschichte hervorgehoben, das erste Beispiel für die Unterdrückung der Bestrebungen nach Freiheit und Unabhängigkeit der Italiener durch die Österreicher.
Es sei daran erinnert, dass Fratta Polesine der Ort war, an dem das sektiererische Phänomen der Carboneria seinen tragischsten Moment erlebte und an dem lokale Persönlichkeiten wie Graf Antonio Fortunato Oroboni, Antonio Villa, Marco Fortini und aus dem Polesine wie Felice Foresti, Giovanni Bacchiega und Costantino Munari beteiligt waren, die eingesperrt wurden, wobei einige in der Festung von Spielberg und Ljubljana starben, wie Silvio Pellico in „Le mie prigioni“ erinnert.
Das Programm der „Le Giornate della Carboneria“ ist eine Veranstaltung, die jedes Jahr am zweiten Novemberwochenende stattfindet.
Unter den verschiedenen Veranstaltungen sticht besonders das Carbonari-Banquett hervor, ein Abendessen mit einem historischen Menü und einer Darstellung mit Schauspielern in Kostümen sowie die historische Nachstellung, die am Sonntag auf dem Platz des Dorfes mit Schauspielern und Dutzenden von Mitwirkenden stattfindet.