Lagoon Nativity ist eine Krippe, die in der Lagune aufgestellt ist und sich entlang der acht Kilometer langen Rad- und Fußgängerbrücke von Via Pordelio erstreckt, einem Weg, der als Weg des Atems bekannt ist. Es handelt sich um die längste überhängende Rad- und Fußgängerbrücke Europas, die entlang der Nordlagune von Venedig verläuft und es ermöglicht, Landschaften in stetem Wandel zu beobachten. Entlang dieser Route wurden über vierhundert Figuren aus marinem Sperrholz aufgestellt, die von Francesco Orazio geschaffen wurden und in regelmäßigen Abständen angeordnet sind, um Szenen zu komponieren, die die Besucher über die gesamte Länge des Weges begleiten. Die Krippe ist jederzeit zugänglich und bleibt bis Ende Januar aufgestellt.
Das Werk verwendet essenzielle Formen und leichte Materialien, die gewählt wurden, um mit der Lagunenumgebung zu kommunizieren, ohne sie zu verändern. Die Silhouetten werfen je nach Tageszeit unterschiedliche Schatten und verändern ihr Erscheinungsbild mit den Lichtvariationen, wodurch ein Weg entsteht, der bei jedem Besuch immer neu erscheint. Die Position der Figuren, die nahe am Wasser platziert sind, ermöglicht es, Reflexionen, Distanzen und Details zu erfassen, die den Spaziergang oder die Fahrt besonders angenehm machen.
Lagoon Nativity ist eine der empfohlenen Stationen des Projekts Die Kunst der Krippe, ein Weg, der auch die Krippen in den Häusern des Gebiets kenntlich macht. Der Besuch kann leicht mit der Route von Familien kombiniert werden, die ihre Innenhöfe öffnen, um die Arbeiten zu zeigen, die während der Winterwochen vorbereitet wurden. Auf diese Weise wird die lagunare Krippe zu einem Bezugspunkt des Pfades, dank ihrer Größe, ihrer Position und der natürlichen Interaktion mit der Landschaft.
Der Weg ist für alle geeignet und kann sowohl zu Fuß als auch mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Viele entscheiden sich, ihn in den frühen Morgenstunden oder am späten Nachmittag zu befahren, wenn das schräg einfallende Licht die Silhouetten und die Konturen der Lagune hervorhebt. Der Weg des Atems, mit seiner schwebenden Struktur und den langen Abschnitten, die zum Wasser hin offen sind, trägt dazu bei, den Besuch flüssig und ruhig zu gestalten und bietet Beobachtungspunkte, von denen aus die Gesamtheit des Werkes erfasst werden kann.