Treffen mit dem Autor Stefano Rotta & mit einem Gruß von Giuliano Vantaggi
Direktor für Tourismusförderung der Region Venetien
«Rot» wegen der Haarfarbe, «fliegender», denn niemand kann so wie er über den Schnee sausen: es ist Gianni Brera, der diesem Spitznamen Eugenio Monti verleiht, geboren 1928 in Toblach und aufgewachsen in der Schönheit der Dolomiten und im optimistischen, geschäftigen Klima des Booms.
Eugenio ist schnell: auf dem Motorrad, im Auto, mit Freunden, mit Mädchen. Und auf Skiern, seiner ersten Liebe: mit zweiundzwanzig gelingt es ihm, den großen Champion Zeno Colò zu schlagen. Nichts scheint ihn aufhalten zu können, bis der Traum einer Karriere als Skiläufer durch zwei schwere Verletzungen an den Bändern zerbrochen wird. Sich der Resignation hingeben? Nein: weiterlaufen. Rosso Volante wird geboren, die Legende des Bobs.
Das zu der Zeit ein harter Sport, Pionierarbeit: viele verletzen sich vor dem Ziel, und auf den Pisten gibt es Tote. Eugenio hingegen kommt an und kommt als Erster an und erwirbt für Italien eine außergewöhnliche Medaillensammlung. Doch sein Charisma und sein Fair Play machen ihn ebenfalls zur Legende: Bei den Olympischen Spielen in Innsbruck 1964, mit einer so einfachen wie unglaublichen Geste, indem er einen Bolzen seines Bobs den englischen Gegnern schenkt, schenkt er ihnen auch die Goldmedaille.
Es ist das Profil eines instinctiven und großzügigen Athleten, aber auch eines gequälten. Siege, Niederlagen, Begeisterungen und Enttäuschungen, bis zur letzten tragischen Nacht mit der Kälte draußen und der Verzweiflung im Herzen. Der Roman über ein Italien, das wusste, zu fallen und wieder aufzustehen, zu rennen und zu träumen.