Vor heute, vor den Kriegen, vor den Extremismen und den politischen Interessen gab es einen Nahen Osten, das Kind einer jahrtausendealten Kultur, mit Düften und exotischen Landschaften.
Vor heute ist eine Einladung, langsamer zu werden, zu beobachten und sich von einer Auswahl von Fotografien fangen zu lassen, die die Schriftstellerin und Reisende Freya Stark auf ihren ersten Reisen im Iran, Jemen, Syrien und Irak (1927-1935) gemacht hat.
Die Schwarz-Weiß-Bilder zeigen den Orient, den Freya Stark geliebt hat: nicht einen Ort voller überfüllter Monumente, sondern einen Raum aus endlosen Horizonten und steinernen Silenzen. Eine schwebende Reise, wo die Länder sich in ihrer reinsten Form offenbaren, befreit von der Chronik und zurückgegeben an ihre Schönheit.
Die Landschaft und die Architektur sind ebenso Protagonisten der Ausstellung wie das menschliche Detail, in einem perfekten Gleichgewicht zwischen Raum und denjenigen, die ihn leben.
Das Interesse von Stark an der Menschheit war tief: Ihre Fähigkeit, die lokalen Dialekte zu sprechen, erlaubte es ihr, direkten Kontakt zu den einzelnen Gemeinschaften aufzunehmen, wobei jedes Foto zu einem Treffen wurde. Auch wenn die menschliche Figur klein im Angesicht der Großartigkeit der Architektur und der Horizonte erscheint, bleibt sie das pulsierende Herz der Szene, Zeugin einer intimen und respektvollen Verbindung zum Gebiet.