Geboren in Nove, bildet sich Pianezzola an der Kunstschule "De Fabris" und an der Akademie von Venedig, wo er den Aufbruch der neoavanguardistischen Bewegungen (Spazialismo) erlebt.
Entscheidend für seine Wende zur modernen Kunst ist die Begegnung im Jahr 1943 mit Arturo Martini und Carlo Scarpa.
Nach einem Beginn, der an die Maltradition anknüpft, verlässt er in den 1950er Jahren die Figuration für eine informelle und materielle Forschung, wobei er Keramik, Holz und Metalle wertschätzt. Berühmter Designer und Künstler, wird er von Gio Ponti in "Domus" für seine innovativen "Umgebungs-Keramiken" erwähnt.
Als Dozent und Leiter des Kunstinstituts von Nove fördert er den internationalen Austausch durch die Symposium der Keramik.
Seine künstlerische Entwicklung reicht von den Geometrien der "Fluktuationen" über die raffinierten "Bücher-Objekte" bis hin zur originellen Verwendung der japanischen Technik Kintsugi.
Seine Werke sind in den bedeutendsten Museen Europas und Japans vertreten.
Autor bedeutender öffentlicher monumentaler Werke, hat er seinen Weg zu einer Poetik der "Leichtigkeit" vollendet, indem er monochrome und minimalistische Werke bevorzugt.