Das Gebiet des Valpolicella erstreckt sich an den Ausläufern der Veroneser Voralpen um die Täler der Gebirgsbäche Negrar, Marano und Fumane, die von den Bergen Lessiniens kommen und und später in die Etsch münden.
In diesen geografischen Kontext fügt sich die Produktion des Valpolicella Ripasso ein, der jüngst in die Liste der DOC-Weine dieser stark vom Weinbau geprägten Region aufgenommen wurde. Bereits seit März 2010 darf sich der Valpolicella Ripasso in seinen unterschiedlichen Ausformungen und Spezifikationen der DOC-Auszeichnung rühmen. Die einzelnen Varianten tragen die folgenden Namen: Valpolicella Ripasso Classico, Valpolicella Ripasso Superiore, Valpolicella Ripasso Classico Superiore, Valpolicella Ripasso Valpentana und Valpolicella Ripasso Valpentana Superiore.
Der Name "Ripasso" bezieht sich auf die spezielle Herstellungstechnik. Für diesen Wein werden dieselben Trauben wie für den Amarone und den Recioto verwendet, und zwar buchstäblich: Nachdem sie zunächst für die Herstellung von Amarone und Recioto gepresst werden, wird der Trester dem Valpolicella classico beigefügt und 10-15 Tage erneut vergoren. Dieser Vorgang nennt sich "Ripasso" (Wiederholung) und ergibt einen hochqualitativen Wein. Seine organoleptischen Eigenschaften sind intensiv-rote bis granatrote Färbung, charakteristischer Duft sowie ein voller, samtiger und körperreicher Geschmack.