Im Monat Juli wird für vier außergewöhnliche Abende das Meisterwerk von Puccini La Bohéme aufgeführt, mit der Regie von Alfonso Signorini und den Bühnenbildern von Juan Guillermo Nova, in der Inszenierung, die 2024 zum ersten Mal bewundert wurde.
Komplizenschaft, Spaß, aufkeimende Lieben, bleibende Freundschaften: All dies gibt es in der Bohème, einer ewig jungen Oper, dank der inspiriertesten und berührendsten Musik von Puccini. Eine 'perfekte' Oper, in der Gefühl, Humor und Energie miteinander koexistieren, mit einigen der schönsten Melodien und der berühmtesten und geliebtesten Arien aller Zeiten.
Puccinis Oper erblickte 1896 das Licht der Welt, nach drei Jahren harter Arbeit, die auch von einem Streit mit Leoncavallo geprägt waren, dem Autoren der berühmten Pagliacci, der dasselbe Sujet vertonte. Ein echtes Interesse, das auch autobiografisch ist: Puccini verdichtete das Beste aus seiner melodischen Ader, seinem Können als Orchestrator und seinem untrüglichen Gespür für das Theater, inspiriert von den Erinnerungen an die harten Studienjahre in Mailand, als er Träume und Hoffnungen, aber auch Enttäuschungen und Schwierigkeiten mit seinem Mitbewohner Mascagni, einem weiteren zukünftigen erfolgreichen Komponisten, teilte. Der Erfolg von Puccinis Oper überschattete den seines Kollegen, und seit der Premiere in Turin setzte La Bohème ihren Weg auf den Bühnen der Welt fort und eroberte auch das Kino. In der Arena ist es der elfte Titel, der aller Zeiten am häufigsten aufgeführt wurde, und zwar 80 Mal seit 1938 mit Interpreten wie Di Stefano, Tebaldi, Lugo, Scotto, Bastianini, Stella, Aragall, Pavarotti, Gasdia, Vinco, La Scola, Cedolins, Alvarez, Grigolo und vielen anderen.
In Paris teilen sich vier junge Menschen mit großen Hoffnungen und sehr geringen Mitteln eine große Freundschaft und ein kleines Dachzimmer: Rodolfo schreibt, um zu leben, Marcello malt, Schaunard unterrichtet Musik, Colline ist Philosoph. Am Heiligabend gelingt es ihnen, den Hauseigentümer hereinzulegen, indem sie die Miete nicht bezahlen, und sie gehen ins Quartier Latin feiern. Rodolfo bleibt zurück und erhält Besuch von Mimì, der armen und schönen jungen Mieterin, die um Hilfe bittet, um das Licht wieder anzuzünden: Es ist sofort Liebe. Auf dem Platz stoßen die Freunde an: Zu ihnen gesellt sich Mimì und auch Musetta, die Ex von Marcello, die ihn zuvor öffentlich erneut eifersüchtig gemacht hat, während die Militärparade fröhlich vorbeizieht. Wenige Monate später, die ersten Krisen: Rodolfo, der aus dem Haus geflohen ist, gesteht Marcello, dass er Mimì nur verlassen will, um ihr eine bessere Zukunft zu garantieren; das Mädchen ist tatsächlich an Tuberkulose erkrankt und die Not, in der sie leben, verschärft ihren Zustand. Doch Mimì hat ihm gefolgt und alles belauscht: Immer noch liebend, verschieben die beiden den Abschied. Einige Zeit später werden beide Paare zerbrechen, aber die Schicksale der vier Freunde, von Musetta und Mimì werden sich noch einmal kreuzen.
Wiederholungen: 3, 11, 17, 25 Juli um 21.15 Uhr