Es gibt eine Sommernacht, in der Cortina nicht nur erleuchtet: sie entzündet sich.
Es ist die Nacht vom 14. August, die Vigilie der Aufnahme der Jungfrau Maria. Mit Einbruch der Dunkelheit beginnen in den Wiesen und Ortsteilen des Ampezzantals die alten Feuer der Madonna wieder zu leuchten: große Feuer, die über Generationen hinweg die Gemeinschaft um das Feuer vereinen.
Das Holz brennt. Der Himmel wird dunkel. Die Berge verändern ihr Gesicht. Und für einen Moment scheint alles stillzustehen: man setzt sich ins Gras, schaut ins Feuer, hört die Stille. Eine einfache und kraftvolle Tradition, die in der Lage ist, eine Augustnacht in ein kollektives Ritual zu verwandeln.
Dann hebt sich der Blick zu den Tofane.
Auf dem Berg erscheint ein riesiges "M" aus Feuer, in der Nacht gezeichnet, um Maria zu ehren. Ein Licht, das vom Berg ins Tal schaut und zum spektakulärsten Symbol einer tief verwurzelten Ampezzan-Tradition wird.
Eine Nacht, die man im Freien erleben kann, zwischen Feuer, Himmel und Dolomiten. Ein Ereignis, das zur Erinnerung an Cortina gehört und weiterhin in der Gegenwart spricht.
Wenn der Berg in Feuer gekleidet ist, erwacht die Tradition zum Leben.
Im Einklang mit den Sicherheitsvorschriften und zum Schutz der Umwelt, um diese Tradition über die Zeit zu bewahren.