Ein Beginn kann ein Leben verändern. Und ein Ziel kann viele andere verändern.
Martina Caironi ist eine der Protagonistinnen des internationalen Paralympics-Sports. Als Sprinterin und Weitspringerin baut sie nach der Amputation ihres linken Beins nach einem Verkehrsunfall eine außergewöhnliche Karriere auf: Gold über 100 Meter T42 bei den Paralympischen Spielen in London 2012; Gold über 100 Meter und Silber im Weitsprung T42 bei den Paralympischen Spielen in Rio 2016; Silber über 100 Meter und im Weitsprung bei den Spielen in Tokio 2020, Gold über 100 Meter und Silber im Weitsprung in Paris 2024.
Bei Una Montagna di Libri trifft Caironi den ampezzanischen Athleten Flavio Menardi zu einem Gespräch über den heutigen Paralympics-Sport. Mit seiner Entschlossenheit und seinem einzigartigen Charakter repräsentiert Menardi die neue Generation des paralympischen Wintersports: Der junge Pilot des Bob Club Cortina hat am 1. Februar 2026 den Weltmeistertitel im Parabob in St. Moritz-Celerina gewonnen, nach der Silbermedaille bei der Weltmeisterschaft 2022.
Im Dialog erörtern Caironi und Menardi die alltägliche Disziplin, das Verhältnis zwischen Technologie und Körper, den Wettkampfdruck, die öffentliche Verantwortung, die mit dem Erfolg einhergeht, sowie die mentale Präzision, die im Hochleistungssport erforderlich ist. In den Tagen, in denen Cortina die Aufregung der Paralympischen Spiele von Milano Cortina 2026 erlebt, richtet sich der Blick auch auf die laufenden Wettbewerbe.
Und auf eine offene Frage: Der Parabob, eine spektakuläre und wachstumsstarke Disziplin, ist noch nicht Teil des paralympischen Programms. Viele hoffen, dass dies bald der Fall sein wird — auch um Athleten wie Menardi auf der größten Bühne, der von Martina und all den anderen, konkurrieren zu sehen.