Von Padua aus erscheinen die Euganeischen Hügel am Horizont als sanft gewellte Linien mit überraschend vielfältigen Formen: kegelförmige Gipfel ragen über weich geschwungene Anhöhen. Das ist der erste Eindruck, der Besucher des Regionalparks der Euganeischen Hügel empfängt. Doch erst beim Eintauchen in diese Landschaft offenbart sich der ganze Reichtum dieses besonderen Fleckchens Venetien.
Den Auftakt macht Villa Molin vor den Toren der Stadt des Heiligen, gefolgt von Battaglia Terme mit dem Castello del Catajo, dem imposanten Sitz der Familie Obizzi. Weiter geht es mit Villa Selvatico und, ein Stückchen weiter, mit Villa Emo, bekannt für ihren typisch italienischen Garten. Dieser erste Abschnitt verläuft auf den Dämmen des Battaglia-Kanals – eines Wasserwegs, den die Stadt Padua zwischen 1189 und 1209 anlegen ließ. Er liegt höher als das Umland und wird vom Bacchiglione gespeist.
In der ummauerten Stadt Monselice lohnt sich ein Besuch des Hauptplatzes, der Burg und des nahegelegenen Pilgerwegs zum Jubelsanktuarium der Sieben Kirchen am Rocca-Hügel, auf dessen Spitze der Mastio Federiciano thront. Weiter geht es südwärts auf dem Damm des Bisatto-Kanals durch weite Bonifizierungsgebiete mit freiem Blick über den gesamten südlichen Teil der Euganeischen Hügel. Im Westen sticht Este mit der Burg aus dem 14. Jahrhundert hervor. Die Altstadt von Este ist einen Besuch wert: Sie bietet Arkadenpaläste, Plätze, Museen, Kirchen und Keramikwerkstätten.
Folgt man dem Bisatto-Kanal weiter, erreicht man Bomba – einen Ort, an dem das Wasser an einer alten Brennerei vorbeifließt, die heute das Geo-Paläontologische Museum der Euganeischen Hügel beherbergt. Die Route führt weiter zum Monte di Lozzo, zu dessen Füßen die gut erhaltene Burg von Valbona aus dem 14. Jahrhundert liegt, und erreicht schließlich Vo’ Vecchio, einen Ort mit ganz besonderem, fast vergangenem Charme. In Bastia di Rovolon führt der Radweg durch die berühmten euganeischen Weinberge, wo wunderbare Rotweine und der duftende Moscato Fior d'Arancio hergestellt werden.
Am nordöstlichen Rand der Hügel empfiehlt sich ein Halt bei der Abtei von Praglia, ein wahres Juwel der Renaissance, das bis heute ein bedeutendes Zentrum benediktinischer Spiritualität ist. Der letzte Abschnitt in Richtung Padua führt vorbei an den Thermen von Abano und Montegrotto, Europas traditionsreiche Zentren für Gesundheit und Wohlbefinden.
Die Strecke verläuft auf eigener Trasse, ist fast durchgehend asphaltiert und weitgehend eben. Wer gerne längere Strecken fährt, kann die Tour an einem Tag zurücklegen, andernfalls empfiehlt es sich, sie entspannt auf zwei Tage zu verteilen.
Beschilderung mit Code E2.