Ein langer Weg durch Europa und Venetien
Die Via Romea Strata ist ein historischer Weg, der Europa mit dem Herzen Italiens verbindet und dabei Estland, Lettland, Litauen, Polen, Tschechien und Österreich auf Routen durchquert, die von Jahrhunderten an Geschichte und Tradition geprägt sind. Sie ist ein Netz alter Wege, das bei Tarvisio nach Italien hineinführt und dann durch sechs Regionen in Richtung Ewige Stadt weiterzieht.
In Venetien verläuft die Romea Strata vor allem auf zwei Hauptrouten: der Romea Allemagna und der Romea Annia. Die erste kommt aus Friaul-Julisch Venetien und erreicht Concordia Sagittaria, einen alten Kreuzungspunkt von Straßen und Kulturen, an dem man noch heute das Erbe einer Vergangenheit voller Handelsbeziehungen und Pilgerfahrten spüren kann. Die zweite erzählt eindringlich die Geschichte und Archäologie Venetiens, folgt alten römischen und mittelalterlichen Verkehrswegen, durchquert Quarto d'Altino, Noale, Padua, Monselice und Badia Polesine und erreicht schließlich die Emilia-Romagna.
Die Via Romea Strata im Veneto zu begehen bedeutet, in eine Landschaft einzutauchen, in der lebendige Archäologie und wandelbare Natur aufeinandertreffen: antike Zeugnisse der Römerzeit, romanische Pfarrkirchen, mittelalterliche Brücken und Wege, gezeichnet von den Spuren all jener, die sich im Lauf der Jahrhunderte auf den Weg gemacht haben.