Das Valle Millecampi ist ein Feuchtgebiet von großem naturkundlichem Interesse, das sich über 1608 Hektar an der Grenze zwischen den Provinzen Padua und Venedig erstreckt. Ausflüge in dieses offene Tal bieten die Möglichkeit, in die Lagunenlandschaft zwischen gewundenen Süßwasserkanälen, den sogenannten „Ghèbi", Brackwasserteichen und weitläufigen „Barene" einzutauchen, die bei Flut regelmäßig vom Wasser überflutet werden.
In der Stille der Lagune ist es nicht schwer, zahlreiche Tierarten zu beobachten, die hier einen idealen Lebensraum gefunden haben: Enten und Tauchenten, Stelzvögel, Seeschwalben, Flussuferläufer und Stelzenläufer.
Eine große Anzahl von Vögeln, wie Haubentaucher und Reiher, kommen jedes Jahr in die Oase, um zu überwintern. Zu den seltenen Arten, die von Vogelbeobachtern besonders geschätzt werden, zählen die Strolagen, der Silberreiher, der Schwarzstorch, der Seeadler, der Bussard, der Kranich, der Säbelschnäbler und die Austernfischer. Die Vegetation, die im Brackwasser überleben kann, umfasst vor allem Strandflieder, Queller, Gräser, Binsen und Beifuß.
In der Gemeinde Codevigo, im Gebiet Fogolana, befinden sich vier Casoni, die die typischen Behausungen des Tals nachbilden. Sie haben einen quadratischen oder rechteckigen Grundriss mit Wänden aus Terrakottaziegeln und einem sehr steilen Satteldach mit Schilfdachdeckung. Wenn Sie im Frühling hier vorbeikommen, sollten Sie unbedingt die berühmten Spargel aus Conche probieren.
Das Valle Millecampi spielt auf internationaler Ebene eine wichtige kulturelle und landschaftliche Rolle. Es gehört zum Kulturerbe der UNESCO “Venedig und seine Lagune”.
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