Hügel des Prosecco di Conegliano Valdobbiadene UNESCO-Welterbestätte
Mit der Anerkennung der Hügel des Prosecco di Conegliano und dem Valdobbiadene ist die Anzahl der venetischen UNESCO-Welterbestätten auf acht gestiegen.
In der offiziellen Beschreibung ist zu lesen, dass das Gebiet eine Reihe von Hügelketten umfasst, die sich von West nach Ost erstrecken und die von den Tiefebenen bis zu den Voralpen reichen, wobei sie von den Dolomiten ebenso weit entfernt liegen wie von der Adria, eine Tatsache, die sich äußerst positiv auf Landschaft und Klima der Gegend auswirkt. Während Conigliano einige mit der Weinkultur verbundene Einrichtungen beherbergt, ist Valdobbiadene das Herzstück der Weinproduktion in diesem Gebiet. Die steilen Hänge machen das Automatisieren dieser Arbeit in dieser Gegend schwer möglich, weshalb die Weinberge hier seither als Kleinbetriebe geführt wurden. Diesem großartigen friedlichen Heer an Arbeitern und deren liebe zu ihrer Heimat ist es zu verdanken, dass diese wunderschönen Hügel bewahrt werden konnten und sich eine enge Bindung zwischen Natur und Mensch gebildet hat. Diese starke Bindung ist ein einzigartiges Beispiel dafür, wie stark diese antike Kultur mit ihrer Heimat verwachsen ist.
Das Gebiet umfasst die Hügel von Valdobbiadene, Miane, Farra di Soligo, Pieve di Soligo, Follina, Cison di Valmarino, Refrontolo, San Pietro di Feletto, Revine Lago, Tarzo, Vidor, Vittorio Veneto sowie Conegliano, Susegana und San Vendemiano.
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Die Pfahlbauten
Seit Juni 2012 ist die wertvolle Sammlung von UNESCO-geschützten Gütern in der Region Venetien um eine neue Perle reicher: Drei der einhundertelf Prähistorischen Pfahlbauten um die Alpen, die in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen wurden, befinden sich in unserer Region.
Die unter der Federführung der Schweiz laufende Bewerbung, in der allein 56 archäologische Fundstellen beheimatet sind, betraf insgesamt sechs Staaten: neben Italien auch Österreich, Frankreich, Deutschland und Slowenien. Die Fundorte wurden aus über tausend bekannten europäischen Standorten ausgewählt, die alle zwischen 5000 und 500 v. Chr datiert werden können.
Die Lage in mit Wasser gesättigten Gebieten hat die Konservierung von Holz, Speiseresten, Werkzeugen und Artefakten in anaeroben Umgebungen selbst in sonst leicht verderblichen organischen Materialien ermöglicht, wodurch diese Standorte von außerordentlichem wissenschaftlichem Interesse für die Untersuchung der ältesten bäuerlichen Gesellschaften Europas sind und einen Einblick in 4000 Jahre Menschheitsgeschichte ermöglichen.
Dank der ausgefeilten Instrumente, die den heutigen Forschungstechniken zur Verfügung stehen, konnte die Entwicklung des Klimawandels, der Umwelt und des Zivilisationsprozesses vom Neolithikum bis zur Eisenzeit äußerst genau nachverfolgt werden.
Neunzehn dieser archäologischen Stätten befinden sich auf italienischem Gebiet, wobei fünf Regionen betroffen sind: Lombardei, Trentino-Südtirol, Venetien, Friaul-Julisch Venetien und Piemont; in Italien, am Varese-See, wurden auch die ältesten Pfahlbauten aus dem frühen Neolithikum entdeckt.
In der Provinz Verona gibt es zwei Standorte: einen in Peschiera del Garda zwischen Belvedere und Frassino und einen in Tombola in der Nähe von Cerea; in der Provinz Padua wurde ein wichtiger Fund in dem kleinen See Laghetto della Costa in Arquà Petrarca am Fuße der Euganeischen Hügel gemacht.
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Vicenza und die Villen des Palladio
Vicenza wurde 1994 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt und ist mit einer majestätischen Architektur geschmückt, die jede Ecke gestaltet und nur einen Namen hervorruft: Andrea Palladio. Hier hat der Renaissance-Architekt durch den Entwurf von Gebäuden unverwechselbarer Eleganz, Ausgewogenheit und Harmonie die deutlichsten Spuren seiner Kunst hinterlassen. Diese Gebäude waren in der Lage, die urbane Gestaltung der Stadt und eines Teils der umliegenden Landschaft zu verändern.
Denken Sie nur an die Pracht der Basilika von Palladio, des olympischen Theaters, der Loggia del Capitaniato und an die Einzigartigkeit der Villa Almerico Capra "La Rotonda".
Die Stätte "Die Stadt Vicenza und die Villen von Palladio in Venetien" ist das Ergebnis zweier aufeinanderfolgender Auszeichnungen der UNESCO. Die erste davon erfolgte im Jahr 1994, als 23 Gebäude der Altstadt und 3 Vorort-Villen als Weltkulturerbe anerkannt wurden; die zweite im Jahr 1996, als die Stätte durch weitere 21 Villen von Palladio, die sich verteilt auf dem venezianischen Gebiet befinden, erweitert wurde.
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Die Altstadt von Verona
Verona wurde im Jahr 2000 in die Liste der Weltkulturerbe aufgenommen. Die Begründung dafür lautet: „Die historische Stadt Verona, die im ersten Jahrhundert v. Chr. gegründet wurde, erlebte im dreizehnten und vierzehnten Jahrhundert unter der Herrschaft der Familie Scaliger und vom fünfzehnten bis zum siebzehnten Jahrhundert unter der Republik Venedig Phasen der Expansion. Sie stellt außerdem ein außergewöhnliches Beispiel für eine befestigte Stadt dar.
Verona bewahrt eine beträchtliche Anzahl von Sehenswürdigkeiten aus der Antike, dem Mittelalter sowie der Renaissance. Es ist eine Stadt der Kultur und Kunst.“
Und tatsächlich können wir die Spuren seiner glorreichen Vergangenheit noch heute überall finden. Nach Rom ist Verona unter den Städten Italiens in Bezug auf sehr gut erhaltene, römische Überreste auf dem zweiten Rang. Hier befinden sich unter anderem die Arena, das römische Theater, die Pietra-Brücke, der Gavi-Bogen, die Tore von Leoni und Borsari. Bemerkenswert sind auch die Zeichen der politischen und wirtschaftlichen Entwicklung, die die Stadt nach dem Jahr 1000 erlebte: Kirchen, Paläste und Prunkbauten, die unter der Herrschaft der Scaliger entstanden.
Zusätzlich dazu gibt es noch andere wertvolle historische und künstlerische Zeugnisse, darunter der Verlauf der Stadtmauern, die Tore und Mauern der Republik Venedig sowie die Befestigungsanlagen der Habsburgerzeit.
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Venedig und seine Lagune
Diese weltweit einzigartige Stadt muss mit Sicherheit nicht vorgestellt werden. "Venedig und seine Lagune" wurde 1987 als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt, Grund dafür sind „die Einzigartigkeit und Besonderheit des historischen, archäologischen, städtischen, architektonischen, künstlerischen und kulturellen Erbes, integriert in einen ebenso außergewöhnlichen Umwelt-, Natur- und Landschaftskontext."
Diese Stätte kann als "Kulturlandschaft" betrachtet werden, die das kombinierte Werk von Mensch und Natur im Laufe der Zeit unter dem Einfluss von physischen Einschränkungen und ökologischen, sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Möglichkeiten veranschaulicht. Auf dieser außergewöhnlichen Bühne spiegeln sich Geschichte und Kunst im ruhigen Wasser der Lagune wider, einem weiten Küstenbecken von mehr als 70.000 Hektar, das sich zwischen den Mündungen des Brenta-Flusses und des Sile-Flusses befindet.
Eine Lagune, die ein außergewöhnliches Beispiel für einen Lebensraum zwischen See und Land darstellt, der aber aufgrund des Klimawandels leider extrem verletzlich geworden ist. Daher schützt die UNESCO-Stätte auch die Gebiete von acht angrenzenden Gemeinden: Campagna Lupia, Cavallino Treporti, Chioggia, Codevigo, Jesolo, Mira, Musile di Piave, Quarto d 'Altino.
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Die Dolomiten
„Ihre spektakulär vertikalen und blassen Gipfel präsentieren eine Vielzahl an weltweit einzigartigen Formen. Diese Berge haben auch einen komplexen Wert von internationaler Bedeutung für die Geowissenschaften." Dies ist in einer Passage der Erklärung von Sevilla aus dem Jahr 2009 zu lesen, in deren Kontext die Dolomiten in die Liste der Welterbe aufgenommen wurden.
Belluno ist die Provinz, in der sich allgemein ein Großteil der Dolomiten sowie UNESCO-Systeme befindet, da das Gebiet fast fünf der neun Systeme umfasst:
- Pelmo und Croda da Lago
- Marmolada
- Pale di San Martino, Pale di San Lucano, die Belluneser Dolomiten und die Vette Feltrine
- Die nördlichen Dolomiten
- Friauler und d’Oltre-Piave-Dolomiten
Ein Naturerbe von außergewöhnlicher Schönheit und großem Wert, das von der ganzen Welt anerkannt wird. Hervorzuheben ist auch das spektakuläre und einzigartige Phänomen des Alpenglühens der Dolomiten mit der italienischen Bezeichnung "enrosadira": im warmen Licht des Sonnenuntergangs leuchten die Dolomitengipfel in Farbtönen, die von rosa bis zu intensiv rot reichen.
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Der Botanische Garten von Padua
Der Botanische Garten von Padua wurde 1545 gegründet und ist der älteste botanische Universitätsgarten der Welt. Er befindet sich im Herzen der Stadt, nicht weit von Prato della Valle, zwischen der Basilika Sant'Antonio und der Basilika Santa Giustina.
Der Garten entstand zum Studium von Heilpflanzen und spielte eine herausragende Rolle zum Verständnis der Beziehungen zwischen Natur und Kultur. Im Laufe der Jahrhunderte wurde er kontinuierlich mit Pflanzen aus verschiedenen Teilen der Welt bereichert, heute umfasst er etwa 3.500 verschiedene Arten.
Die Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste erfolgte im Jahr 1997 aus dem folgenden Grund: „Der Botanische Garten von Padua ist der Ursprung aller botanischen Gärten der Welt und stellt die Wiege der Wissenschaft, des wissenschaftlichen Austauschs und des Verständnisses der Beziehungen zwischen Natur und Kultur dar. Er hat maßgeblich zum Fortschritt vieler moderner wissenschaftlicher Disziplinen beigetragen, insbesondere in den Bereichen Botanik, Medizin, Chemie, Ökologie und Pharmazie."
Im Jahr 2014 wurde der historische Garten durch den Garten der Biodiversität ergänzt: fünf große Gewächshäuser, die fünf klimatischen Umgebungen gewidmet sind, und 1.300 Arten, die die Geschichte der außergewöhnlichen Vegetation der Erde erzählen.
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UNESCO
Elf Auszeichnungen in einer Region
Mit seinen Kultur- und Naturstätten sowie immateriellem Erbe gehört Italien zu den am stärksten vertretenen Ländern im UNESCO-Verzeichnis, und zwar mit sogar 60 Auszeichnungen. Venetien beherbergt gleich 11 herausragende Kultur- und Naturstätten: Hier treffen Wunder der Malerei auf einzigartige Naturlandschaften, handwerkliche Traditionen und architektonische Meisterleistungen.