Umwallte Städte
Die Kunst der Glasperlen
Es gibt ein Venedig, das aus fleißiger Stille, erfahrenen Händen und kleinen brennenden Feuern besteht. Es ist die Welt der Handwerksbetriebe, in denen seit Jahrhunderten winzige Schätze geschaffen werden: Glasperlen. Es sind nicht nur Objekte, sondern Teile einer Geschichte, die seit 2020 als immaterielles Kulturerbe der UNESCO anerkannt ist. Als Ergebnis einer gemeinsamen Kandidatur Italiens und Frankreichs schützt diese Auszeichnung nicht nur die Techniken – von der Lampenglasbläserei bis zum Auffädeln der Glasperlen –, sondern auch die Sprache, das kollektive Gedächtnis und die Identität einer Gemeinschaft, die seit Jahrhunderten Glas in Schönheit verwandelt.
Venedig zu besuchen bedeutet auch: eine echte Kunst hautnah zu erleben, den Kunsthandwerkern bei der Arbeit zuzusehen, sich von einer Welt voller Transparenz und Farben verzaubern zu lassen – und ein Stück davon mit nach Hause zu nehmen, als Schmuck, Gefühl oder Erinnerung.
Tocatì - Gemeinsames Programm zum Schutz traditioneller Spiele und Sportarten
Spiel verbindet uns: der erste Eintrag Italiens im UNESCO-Register Guter Praxisbeispiele
Tocatì steht im Mittelpunkt der grenzüberschreitenden Anerkennung im UNESCO-Register Guter Praxisbeispiele zum Schutz des Immateriellen Kulturerbes, gemeinsam mit Belgien, Frankreich, Kroatien und Zypern. Dank des Engagements der Freiwilligen der Associazione Giochi Antichi ist dieses gemeinsame Programm heute ein Vorzeigebeispiel für den Schutz des traditionellen Spieleerbes und ein partizipatives Kulturmodell. Im Laufe der Jahre entstand daraus ein internationales Netzwerk von Gemeinschaften, Institutionen und Regionen, die sich der Erforschung und Weitergabe von Spieltraditionen widmen.
Im Mittelpunkt dieser Auszeichnung steht das Internationale Festival der Straßenspiele, ein fester Termin, der seit 2003 am zweiten Septemberwochenende die Straßen und Plätze der Altstadt von Verona in einen offenen Raum für Begegnung und Entdeckung verwandelt. Traditionelle Spiele und Sportarten aus ganz Italien, Konzerte und Volkstänze, Workshops für Kinder, Fachtagungen für Erwachsene, kulinarisch-spielerische Erlebnisse und Filmvorführungen begrüßen jedes Jahr die Spielgemeinschaften eines Ehrengastes, und zwar eines Landes oder einer Region der Welt, die ihre authentischen Traditionen nach Verona bringen. Von der Bretagne bis China, von Mexiko bis Flandern, von Katalonien bis Ungarn – wer wird der Ehrengast der nächsten Ausgabe sein?
Freskenzyklen aus dem 14. Jahrhundert in Padua
Im Zuge der Proklamation vom 24. Juli 2021 in Fuzhou (China) wurde die serielle Stätte „Die Freskenzyklen des 14. Jahrhunderts“ zum Weltkulturerben ernannt. Damit wachsen die Stätten Venetiens, die diese Auszeichnung von UNESCO tragen, auf 9 an.
Es handelt sich um ein Ensemble aus acht Denkmälern in der Altstadt von Padua, in denen Gemäldezyklen mit Fresken von Giotto, Guariento, Giusto de' Menabuoi, Altichiero da Zevio, Jacopo Avanzi und Jacopo da Verona erhalten sind.
Einzigartige Orte, die die Geschichte des “gemalten” Padua des 14. Jahrhunderts erzählen:
- die Scrovegni-Kapelle
- die Eremitani-Kirche St. Philipp und Jakob
- der Palazzo della Ragione
- das Baptisterium der Kathedrale
- die Kapelle der Reggia Carrarese
- die Basilika und das Kloster des Heiligen
- die St. Georgs-Kapelle
- die St. Michaels-Kapelle
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Die Verteidigungsanlagen Venedigs vom XVI. bis ins XVII. Jahrhundert: Stato da Tera – Stato da Mar
2017 ernannte die UNESCO diese serielle Welterbestätte zum Weltkulturerbe, wobei sich die einzelnen Verteidigungsbauten und Festungen in mehreren Staaten (Italien, Kroatien und Montenegro) befinden und für die Region Venetien die Stadt Peschiera del Garda mit ihrer fünfeckigen Festungsanlage umfassen.
Unmittelbar nachdem die Stadt im Jahr 1440 in ihren Besitz übergegangen war, begriff die Republik Venedig ihre militärisch und handelsmäßig strategische Bedeutung sofort. So arbeiteten im Laufe des 16. Jahrhunderts Heerscharen von Ingenieuren und Architekten daran, ihr Verteidigungssystem auszubauen. Die heute noch prächtig erhaltenen Mauern wurden nach Entwürfen von Guidobaldo della Rovere mit Böschungen und Bastionen ausgestattet, die infolge von Michele Sanmicheli erbaut wurden.
Die Anerkennung seitens der UNESCO bestätigt, welch außergewöhnlichen Wert jene Militärkultur, welche die Republik Venedig zwischen dem 16. und 17. Jahrhundert entwickelt hatte, für die Moderne (Bastionssystem) besitzt. Die Befestigungsanlagen der Terraferma schützten die Serenissima vor Angriffen anderer europäischer Mächte aus dem Nordwesten, während die der venezianischen Kolonien die Seewege und Häfen der Adria bis hin zur Levante schützten. Die serielle transnationale Welterbestätte erstreckt sich über 1000 km von der Lombardei bis an die östliche Adriaküste.
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Hügel des Prosecco di Conegliano Valdobbiadene UNESCO-Welterbestätte
Mit der Anerkennung der Hügel des Prosecco di Conegliano und dem Valdobbiadene ist die Anzahl der venetischen UNESCO-Welterbestätten auf acht gestiegen.
In der offiziellen Beschreibung ist zu lesen, dass das Gebiet eine Reihe von Hügelketten umfasst, die sich von West nach Ost erstrecken und die von den Tiefebenen bis zu den Voralpen reichen, wobei sie von den Dolomiten ebenso weit entfernt liegen wie von der Adria, eine Tatsache, die sich äußerst positiv auf Landschaft und Klima der Gegend auswirkt. Während Conigliano einige mit der Weinkultur verbundene Einrichtungen beherbergt, ist Valdobbiadene das Herzstück der Weinproduktion in diesem Gebiet. Die steilen Hänge machen das Automatisieren dieser Arbeit in dieser Gegend schwer möglich, weshalb die Weinberge hier seither als Kleinbetriebe geführt wurden. Diesem großartigen friedlichen Heer an Arbeitern und deren liebe zu ihrer Heimat ist es zu verdanken, dass diese wunderschönen Hügel bewahrt werden konnten und sich eine enge Bindung zwischen Natur und Mensch gebildet hat. Diese starke Bindung ist ein einzigartiges Beispiel dafür, wie stark diese antike Kultur mit ihrer Heimat verwachsen ist.
Das Gebiet umfasst die Hügel von Valdobbiadene, Miane, Farra di Soligo, Pieve di Soligo, Follina, Cison di Valmarino, Refrontolo, San Pietro di Feletto, Revine Lago, Tarzo, Vidor, Vittorio Veneto sowie Conegliano, Susegana und San Vendemiano.
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Die Pfahlbauten
Seit Juni 2012 ist die wertvolle Sammlung von UNESCO-geschützten Gütern in der Region Venetien um eine neue Perle reicher: Drei der einhundertelf Prähistorischen Pfahlbauten um die Alpen, die in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen wurden, befinden sich in unserer Region.
Die unter der Federführung der Schweiz laufende Bewerbung, in der allein 56 archäologische Fundstellen beheimatet sind, betraf insgesamt sechs Staaten: neben Italien auch Österreich, Frankreich, Deutschland und Slowenien. Die Fundorte wurden aus über tausend bekannten europäischen Standorten ausgewählt, die alle zwischen 5000 und 500 v. Chr datiert werden können.
Die Lage in mit Wasser gesättigten Gebieten hat die Konservierung von Holz, Speiseresten, Werkzeugen und Artefakten in anaeroben Umgebungen selbst in sonst leicht verderblichen organischen Materialien ermöglicht, wodurch diese Standorte von außerordentlichem wissenschaftlichem Interesse für die Untersuchung der ältesten bäuerlichen Gesellschaften Europas sind und einen Einblick in 4000 Jahre Menschheitsgeschichte ermöglichen.
Dank der ausgefeilten Instrumente, die den heutigen Forschungstechniken zur Verfügung stehen, konnte die Entwicklung des Klimawandels, der Umwelt und des Zivilisationsprozesses vom Neolithikum bis zur Eisenzeit äußerst genau nachverfolgt werden.
Neunzehn dieser archäologischen Stätten befinden sich auf italienischem Gebiet, wobei fünf Regionen betroffen sind: Lombardei, Trentino-Südtirol, Venetien, Friaul-Julisch Venetien und Piemont; in Italien, am Varese-See, wurden auch die ältesten Pfahlbauten aus dem frühen Neolithikum entdeckt.
In der Provinz Verona gibt es zwei Standorte: einen in Peschiera del Garda zwischen Belvedere und Frassino und einen in Tombola in der Nähe von Cerea; in der Provinz Padua wurde ein wichtiger Fund in dem kleinen See Laghetto della Costa in Arquà Petrarca am Fuße der Euganeischen Hügel gemacht.
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Vicenza und die Villen des Palladio
Vicenza wurde 1994 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt und ist mit einer majestätischen Architektur geschmückt, die jede Ecke gestaltet und nur einen Namen hervorruft: Andrea Palladio. Hier hat der Renaissance-Architekt durch den Entwurf von Gebäuden unverwechselbarer Eleganz, Ausgewogenheit und Harmonie die deutlichsten Spuren seiner Kunst hinterlassen. Diese Gebäude waren in der Lage, die urbane Gestaltung der Stadt und eines Teils der umliegenden Landschaft zu verändern.
Denken Sie nur an die Pracht der Basilika von Palladio, des olympischen Theaters, der Loggia del Capitaniato und an die Einzigartigkeit der Villa Almerico Capra "La Rotonda".
Die Stätte "Die Stadt Vicenza und die Villen von Palladio in Venetien" ist das Ergebnis zweier aufeinanderfolgender Auszeichnungen der UNESCO. Die erste davon erfolgte im Jahr 1994, als 23 Gebäude der Altstadt und 3 Vorort-Villen als Weltkulturerbe anerkannt wurden; die zweite im Jahr 1996, als die Stätte durch weitere 21 Villen von Palladio, die sich verteilt auf dem venezianischen Gebiet befinden, erweitert wurde.
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Die Altstadt von Verona
Verona wurde im Jahr 2000 in die Liste der Weltkulturerbe aufgenommen. Die Begründung dafür lautet: „Die historische Stadt Verona, die im ersten Jahrhundert v. Chr. gegründet wurde, erlebte im dreizehnten und vierzehnten Jahrhundert unter der Herrschaft der Familie Scaliger und vom fünfzehnten bis zum siebzehnten Jahrhundert unter der Republik Venedig Phasen der Expansion. Sie stellt außerdem ein außergewöhnliches Beispiel für eine befestigte Stadt dar.
Verona bewahrt eine beträchtliche Anzahl von Sehenswürdigkeiten aus der Antike, dem Mittelalter sowie der Renaissance. Es ist eine Stadt der Kultur und Kunst.“
Und tatsächlich können wir die Spuren seiner glorreichen Vergangenheit noch heute überall finden. Nach Rom ist Verona unter den Städten Italiens in Bezug auf sehr gut erhaltene, römische Überreste auf dem zweiten Rang. Hier befinden sich unter anderem die Arena, das römische Theater, die Pietra-Brücke, der Gavi-Bogen, die Tore von Leoni und Borsari. Bemerkenswert sind auch die Zeichen der politischen und wirtschaftlichen Entwicklung, die die Stadt nach dem Jahr 1000 erlebte: Kirchen, Paläste und Prunkbauten, die unter der Herrschaft der Scaliger entstanden.
Zusätzlich dazu gibt es noch andere wertvolle historische und künstlerische Zeugnisse, darunter der Verlauf der Stadtmauern, die Tore und Mauern der Republik Venedig sowie die Befestigungsanlagen der Habsburgerzeit.
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Venedig und seine Lagune
Diese weltweit einzigartige Stadt muss mit Sicherheit nicht vorgestellt werden. "Venedig und seine Lagune" wurde 1987 als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt, Grund dafür sind „die Einzigartigkeit und Besonderheit des historischen, archäologischen, städtischen, architektonischen, künstlerischen und kulturellen Erbes, integriert in einen ebenso außergewöhnlichen Umwelt-, Natur- und Landschaftskontext."
Diese Stätte kann als "Kulturlandschaft" betrachtet werden, die das kombinierte Werk von Mensch und Natur im Laufe der Zeit unter dem Einfluss von physischen Einschränkungen und ökologischen, sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Möglichkeiten veranschaulicht. Auf dieser außergewöhnlichen Bühne spiegeln sich Geschichte und Kunst im ruhigen Wasser der Lagune wider, einem weiten Küstenbecken von mehr als 70.000 Hektar, das sich zwischen den Mündungen des Brenta-Flusses und des Sile-Flusses befindet.
Eine Lagune, die ein außergewöhnliches Beispiel für einen Lebensraum zwischen See und Land darstellt, der aber aufgrund des Klimawandels leider extrem verletzlich geworden ist. Daher schützt die UNESCO-Stätte auch die Gebiete von acht angrenzenden Gemeinden: Campagna Lupia, Cavallino Treporti, Chioggia, Codevigo, Jesolo, Mira, Musile di Piave, Quarto d 'Altino.
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